kskk-online.de: Willkommenkskk-online.de: Willkommenkskk-online.de: Willkommenkskk-online.de: Willkommenkskk-online.de: Willkommenkskk-online.de: WillkommenAltar, 15. Jh., Priesitz (Sachsen-Anhalt) © EKKPS
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Glasfenster Martin Luther, 19. Jh., Oebisfelde St. Nicolai (Sachsen-Anhalt) © EKKPS
 

Weitere Aktivitäten der Stiftung

Spendenaktion zur Konservierung des Epitaphs der Katharina von Bora, Ehefrau Martin Luthers in der Stadtkirche Torgau

Ruhig und ernst blicken uns die Augen Katharina von Boras entgegen, wenn wir auf ihr Epitaph in der Torgauer Stadtkirche zukommen. Die Ehefrau und spätere Witwe Martin Luthers ist darauf in ganzer Figur dargestellt. 1552 war sie, wenige Jahre nach dem Tod ihres Mannes, auf der Flucht vor der Pest in Wittenberg in Torgau an den Folgen eines Reiseunfalls gestorben. 

                  

Ihr Epitaph zeigt das Bild der selbstbewussten Frau, die sie war. Allgemein bekannt ist ihre Tüchtigkeit bei der Bewältigung des riesigen Haushaltes des Reformators und bei der Verwaltung ihre Güter. Wenn Martin Luther sie in seinen Briefen liebevoll mit „Herr Käthe“ anredete und sie auch in seinem Testament als Verwalterin des Erbes seiner Kinder eingesetzt hat, so darf das nicht über die damalige Realität hinweg täuschen, nach der eine Witwe nach dem Tod ihres Mannes unter die Aufsicht eines Vormundes gestellt wurde.

Das Buch in der Hand dieser beeindruckenden Frau weist aber noch auf eine andere Seite ihres Lebens hin. Seine Größe lässt darauf schließen, dass hier das Gebetbuch Katharina von Boras gemeint ist. Ihre feste Glaubenszuversicht war zweifellos eine wichtige Grundlage für ihre Haltung im Leben und schließlich auch im Sterben.

Der beeindruckende Epitaphstein ist in der Vergangenheit gepflegt und mehrfach restauriert worden, zum ersten Mal 1617. Nun steht nach längerer Zeit eine erneute Konservierung an. Diese ist um so wünschenswerter, da wir 2017 die fünfhundertste Wiederkehr des Reformationsjahres feiern dürfen. Der gesamte Stein soll gereinigt und gefestigt werden. Besondere Aufmerksamkeit wird auch der Bemalung gewidmet, die in Teilen abblättert und daher konserviert werden muss.

Die Kirchliche Stiftung Kunst- und Kulturgut in der Kirchenprovinz Sachsen wird diese Arbeiten unterstützen und bittet um Ihre Spende. Die Kosten wurden mit rund 5.560,87 Euro veranschlagt.

 

Bisherige Aktivitäten

Hervorgegangen aus einem Notsicherungsfonds der Kirchenprovinz Sachsen nahm die Stiftung im Jahre 1999 ihre Arbeit auf. Neben einer Vielzahl von Einzelprojekten war es in den vergangenen Jahren zum Beispiel möglich, nach der Flutkatastrophe im Jahre 2002 das Inventar mehrerer Kirchen entlang der Elbe ohne großen Bürokratieaufwand kurzfristig zu bergen und zusammen mit den betroffenen Gemeinden eine nachhaltige Instandsetzung in die Wege zu leiten.

Linkes Bild: Kirche Priesitz in der Elbeflut 2002 © Noll-Minor | Rechtes Bild: Bergung eines gotischen Altars aus der Elbeflut © Noll-Minor

Die 2001/2002 präsentierte Ausstellung "Goldschmiedekunst des Mittelalters" fand nicht nur im Dom zu Magdeburg und anschließend in Quedlinburg und Wittenberg, sondern auch im National Museum of Western Art (NMWA) in Tokio mit insgesamt rund 60 000 Besuchern große Beachtung.

Mitteldeutsche Goldschmiedekunst im National Museum of Western Art, Tokio © EKKPS (2)

Herausragendes Ereignis der Stiftungsarbeit im Jahr 2006 war die Ausstellung "Tausend Jahre Taufen in Mitteldeutschland“ im Magdeburger Dom, wo nach zum Teil aufwändiger Restaurierung rund 30 Taufengel, aber auch Taufsteine und -schalen und andere Gegenstände der Taufpraxis gezeigt werden konnten. Mehr als 70.000 Menschen haben diese Ausstellung gesehen.

Eine Schulklasse aus Magdeburg spielt für einen Taufengel Theater © EKKPS

Ganz im Sinne des Stiftungszwecks konnten im Vorfeld dieser Ausstellung weite Kreise der Bevölkerung für die Bewahrung christlichen Kulturgutes gewonnen werden. Schulklassen, Eltern von Täuflingen, viele Einzelpersonen und auch Serviceclubs aus dem gesamten Bundesgebiet erklärten sich zu Patenschaften für diese Ausstellung oder für einzelne Engel bereit.

Linkes Bild: Ausstellung im Magdeburger Dom © Jens Wolf, dpa | Rechtes Bild: Taufengel, um 1700, Wormsdorf (Sachsen-Anhalt) © EKKPS